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KAPITALANLAGEN:
Marktkommentar: Erholung mittelfristig in Sicht!

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Marktkommentar-Zusammenfassung: Erholung mittelfristig in Sicht


Frankfurt (fondsweb) - 2009 wird kein einfaches Jahr für die Investmentbranche werden. Darin sind sich die Analysten verschiedener Marktausblicke durchwegs einig. Trotzdem sehen zum Beispiel die Strategen von ING Investment Management, Allianz Global Investors und JP Morgan durchaus Chancen auf dem Aktienmarkt. Vor allem ab Jahresmitte sei mit Kurserholungen zu rechnen.

Die ersten Hoffnungsschimmer aus den Marktbewegungen im Dezember, wertet Ad van Tiggelen, Senior Strategist bei ING Investment Management, in seiner Januar-Kolumne noch nicht als klare Trendwende. Die Erholungen bei Aktien- und Staatsanleihemärkten sei "lediglich eine Aufwärtskorrektur innerhalb des Bärenmarktes". Bei übergroßer Vorsicht der Anleger komme es zu heftigen aber kurzlebigen Kurssprüngen an den Märkten, sobald sich der Abwärtstrend verlangsamt. Jedoch bestehe derzeit noch "kein Grund, den Bärenmarkt-Rallys hinterherzulaufen", so van Tiggelen. Mittlerweile sei "der Bärenmarkt in einer Reifephase eingetreten und neigt daher zu stärkerer Volatilität."

Trotzdem rät van Tiggelen, vor allem bei Marktkorrekturen im Laufe des Jahres Risikokomponenten sukzessive auszubauen: "Selbstverständlich sollte man dennoch an einem Kernbestand an Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen festhalten. Im weiteren Verlauf des Jahres können dann risikoreichere Aktientitel beigemischt werden, wenn zyklische Konsumgüteraktien sowie Rohstoffaktien erst einmal wieder attraktiver sind als Finanz- oder Industriewerte."

Von langfristigen Renditechancen im Jahr 2009 ist auch Dennis Nacken, Kapitalmarktanalyst bei Allianz Global Investors, überzeugt. Die aufgelegten Konjunkturprogramme in den USA, Deutschland, China und innerhalb der Europäischen Union würden zusammen mit der entschlossenen "Fiskal- und Geldpolitik dazu führen, dass das für die Realwirtschaft wichtige "Schmiermittel" Geld wieder in ausreichender Menge fließen wird". Trotzdem dürfte vor allem der Jahresbeginn von den Auswirkungen der Finanzkrise, schwachen Konjunkturdaten ebenso geprägt sein, wie von der Risikoaversion der Anleger mit Blick auf die bevorstehende Berichtssaison. Wenn die Unternehmen im Januar ihre Gewinne rückblicken auf die Nachfrageflaute im vierten Quartal 2008 veröffentlichen, könnte dies zu einem neuen Belastungstest für die Märkte werden.

"Allerdings bestehen Hoffnungen, dass die Märkte den Belastungen standhalten können", kommentiert Nacken. Die Konjunktur- und Gewinnerwartungen der Marktteilnehmer seien bereits sehr pessimistisch, die Bewertungen im historischen Vergleich niedrig und die Kassenbestände von Investoren schon relativ hoch. Vor diesem Hintergrund erwartet Nacken auch interessante Renditechancen für langfristig orientierte Investoren in diesem schwierigen Umfeld.

Diese Botschaft scheint auch bei Privatanlegern bereits angekommen zu sein. Im aktuellen Investmentbarometer stellt J.P. Morgan Asset Management nicht nur den "niedrigsten Optimismus-Wert, den wir jemals gemessen haben" fest, sondern zugleich auch eine deutlich niedrigere Quote pessimistisch gestimmter Anleger zu Jahresende als noch im Oktober 2008. "Stattdessen wuchs die Gruppe derjenigen an, die keine Stellung zur weiteren Börsenentwicklung beziehen wollten", heißt es in dem Bericht weiter.

31,4 % der im Rahmen der monatlichen J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie Befragten Anleger weisen eine abwartende Haltung auf. Dies könnte eine Reaktion auf die derzeit hohe Volatilität an den Aktienmärkten sein. Die Experten von J.P. Morgan Asset Management prognostizieren gleichzeitig, "dass die Anleger auch 2009 mit einem hohen Volatilitätsniveau rechnen sollten". Allerdings könnte die "massive geldpolitische Lockerung Wegbereiter für die nächste Phase niedrigerer Volatilität an den Aktienmärkten sein, nachdem sich auf der US-Renditekurve der Abstand zwischen den zwei- und zehnjährigen Renditen von minus 20 Basispunkten im November 2006 auf plus 260 Basispunkte Mitte November 2008 ausgeweitet hat. Zum Jahreswechsel hatte sich der Abstand wieder auf rund 130 Basispunkte verringert." Die Analysten rechnen daher schon mittelfristig mit rückläufiger Volatilität.

 

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